Historischer Landgasthof Rössle (Höchenschwand)

Das Gasthaus

Wo einst Bären und Wölfe hausten

Eine wahre Schutzburg am Höchenschwander Berg ist das "Rössle" für Reisende seit dem 19. Jahrhundert.


Oben: um 1900; Links: ca. 1960


Noch ein wenig verschlafen kam...

das Rössle bis in die 1990er Jahre daher.


Aus dem Dornröschenschlaf geweckt wurde das vorübergehend leer stekende Traditionshaus 2003 von Frank Porten, der durch behutsame Renovierung den historischen Charakter erhielt (s. Bilder unten). Der Hauskater ist jedenfalls sehr zufrieden.

Noch bis ins siebte Jahrhundert war der Schwarzwald ein undurchdringbares Waldgebiet. Fürstabt Gerbert beschreibt die „Einöde“ als „schrecklich kalt, voll von schroffen Felsen, von engen Schluchten gekrümmt und bewohnt von wilden Tieren.“ Die vielen Bären, Eber und Wölfe seien „einzigartig in ihrer blinden Wut“.

Noch im 19. Jahrhundert war die Reise über den Höchenschwander Berg kein ungefährliches Unternehmen, vor allem in den strengen Wintern. Auch im bereits 894 erwähnten Dorf Tiefenhäusern war das bescheidene „Einhaus“ die Regel. Wohnräume und Stallungen im Erdgeschoß, darüber Heu und Stroh eingelagert, das Ganze von einem mächtigen Dach bedeckt – diese typische Architektur ist beim Gasthaus „Rössle“ bis heute eindrucksvoll erhalten.

Beim Anblick des "Rössle" lässt es sich gut ausmalen, wie sich die Reisenden früherer Zeiten freuten endlich eine sichere Unterkunft erreicht zu haben und sich erst einmal stärken zu können. Dieses mächtige Gebäude das neben den Gästen auch der Wirtsfamilie, Knechten und Mägden, Vieh und Heustallungen und sogar der Poststation (siehe Kapitel "Rolle in der Geschichte") genügend Platz bot wirkt noch heute wie die "Schutzburg" des Höchenschwander Berges.

Die Posthalterei wurde vom rührigen Wirt Max Ebner noch bis zum ersten Weltkrieg geführt. Danach führte Sohn Ernst Ebner die Gast- und Landwirtschaft und 1962 übernahm Alfred „Fredi“ Ebner, der 2002 verstarb.

Seither leitet der bekannte Gastronom Frank Porten das Rössle, das sich immer noch in Familienbesitz befindet (siehe Kapitel „Die Wirtsleute“). 2003 führte F. Porten eine schonende, geradezu liebevolle, Renovierung durch, welche die ursprüngliche Form des Landgasthofes kongenial erhalten hat.

Texte + Bilder: FJ Ebner; aktualisiert: 2015

Essen und Übernachten

Großen Wert legt Frank Porten auf die Verwendung naturreiner regionaler Produkte. Die Küche ist regional und saisonal ausgerichtet.
Die Übernachtung in den original restaurierten alten Zimmern (mit zeitgenössischem Komfort) wird zur Zeitreise - insgesamt 16 Betten in Doppel- und Einzelzimmern stehen zur Verfügung. 25,- und 30,- € mit Frühstück pro Person/Nacht.


    Historischer Landgasthof Rössle
    Sonja und Frank Porten
    Tiefenhäusern 12
    79862 Höchenschwand
    Telefon: +49 (0)7755 / 2 81
    Fax: +49 (0)7755 / 93 85 88
    eMail: info@historisches-roessle.de
    http://www.porten.de/cms/index.php?id=22

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