Konzil Gaststätte (Konstanz)
Im Konstanz des 14. Jahrhunderts florierte der Handel mit Leinwand. Vor allem Mailänder Kaufleute waren daran interessiert, dass in Konstanz ein Lagerhaus gebaut wurde, denn ihnen und den übrigen norditalienischen Kaufleuten war durch den 1386 ausgebrochenen Krieg zwischen den Eidgenossen und den Herzögen von Österreich die bisher für den Handel bekannte Gotthardroute verschlossen. Man musste auf den Weg über den Septimerpass ausweichen, der auf den Bodensee mündete. Außerdem spielte der Erwerb des Münzrechts vom Bischof von Konstanz und die Verleihung des Zollregals durch Kaiser Karl V. eine Rolle für den Bau. Deshalb wurde 1386 eine Gesandtschaft aus Mailand nach Konstanz geschickt, und am 1. Februar 1387 fasste der Rat auf Bitten der Mailänder den Beschluss zum Bau eines Kaufhauses, „ain Gred“. Unter „Gred“ verstand man ein Lagerhaus mit Stufen zum See, um das Ausladen der Waren bei verschiedenen Wasserständen zu erleichtern. Im März 1388, wahrscheinlich nach Vorbild des 1317 erstellten Mainzer Kaufhauses, wurde mit dem Bau auf aufgeschüttetem Grund begonnen. Bei Grabungen im Frühjahr 2011 fand man die seeseitige Stadtmauer, die zuerst gebaut wurde. Auf mächtige Findlinge wurde größeres Geröll aufgeschichtet, an der Außenseite der Mauer ist behauener Sandstein zu sehen. Daran schloss sich das Fundament des Konzils an.
Schon im September 1388 waren die unteren Räume fertiggestellt und ein „Gredmeister“ ernannt, der über die gelieferten Waren und den Zoll Aufsicht führte. Im September 1391 wurde das Dach gedeckt.
Umfassungsmauern von 1,25 m – 1,40 m Stärke umschlossen eine Grundfläche von 53,50 x 23,50 m. Die Decke der unteren Halle tragen 14 riesige Pfeiler aus Eichenholz von gut 1m Seitenlänge. Das Dach, dessen First 28 m über Seeniveau liegt, enthält weitere 3 Böden. Diese Ausmaße erlaubten eine gigantische Lagerkapazität. In den beiden 11m hohen Hallen bot das Haus eine Grundfläche von 2110 m². In den Dachböden, die mit einem Lastenaufzug versehen waren, befand sich noch weiterer Lagerraum von 2980 m².
Dieses Kaufhaus, in dem außer mit Leinwand später auch mit Seewein gehandelt wurde, eignete sich auch als Ort für Versammlungen, denn es war groß und verkehrsgünstig gelegen. Dies war der Grund, weshalb das „Concilium“ in Konstanz stattfand, um das Schisma zu beenden, dass drei Päpste gleichzeitig die Vorherrschaft beanspruchten.
Dass die Bezeichnung „Konzilgebäude“ oder einfach „Konzil“ bis heute bei den Konstanzern verwendet wird, ist vermutlich dem Goldschmied Josef Kastell zuzuschreiben. Er legte 1824 seine private Sammlung mit den schon im Kaufhaus gezeigten Erinnerungsstücken an das Konklave von 1417 zusammen im Bemühen, die noch erhaltenen Überreste der Vergangenheit zu sammeln und öffentlich zu zeigen. Die Papstwahl war das einzige wichtige sakrale Ereignis in der Geschichte des Hauses.
Text und Fotos: Heidrun Haug
Schon im September 1388 waren die unteren Räume fertiggestellt und ein „Gredmeister“ ernannt, der über die gelieferten Waren und den Zoll Aufsicht führte. Im September 1391 wurde das Dach gedeckt.
Umfassungsmauern von 1,25 m – 1,40 m Stärke umschlossen eine Grundfläche von 53,50 x 23,50 m. Die Decke der unteren Halle tragen 14 riesige Pfeiler aus Eichenholz von gut 1m Seitenlänge. Das Dach, dessen First 28 m über Seeniveau liegt, enthält weitere 3 Böden. Diese Ausmaße erlaubten eine gigantische Lagerkapazität. In den beiden 11m hohen Hallen bot das Haus eine Grundfläche von 2110 m². In den Dachböden, die mit einem Lastenaufzug versehen waren, befand sich noch weiterer Lagerraum von 2980 m².
Dieses Kaufhaus, in dem außer mit Leinwand später auch mit Seewein gehandelt wurde, eignete sich auch als Ort für Versammlungen, denn es war groß und verkehrsgünstig gelegen. Dies war der Grund, weshalb das „Concilium“ in Konstanz stattfand, um das Schisma zu beenden, dass drei Päpste gleichzeitig die Vorherrschaft beanspruchten.
Dass die Bezeichnung „Konzilgebäude“ oder einfach „Konzil“ bis heute bei den Konstanzern verwendet wird, ist vermutlich dem Goldschmied Josef Kastell zuzuschreiben. Er legte 1824 seine private Sammlung mit den schon im Kaufhaus gezeigten Erinnerungsstücken an das Konklave von 1417 zusammen im Bemühen, die noch erhaltenen Überreste der Vergangenheit zu sammeln und öffentlich zu zeigen. Die Papstwahl war das einzige wichtige sakrale Ereignis in der Geschichte des Hauses.
Text und Fotos: Heidrun Haug
Essen und Übernachten
Im Konzil kann man nicht übernachten, aber in der unmittelbaren Umgebung befinden sich mehrere Hotels.Die Küche ist bodenständig, badisch und mit den regionalen Labels "Gutes vom See" und "Schmeck den Süden" ausgezeichnet. Dazu hat Manfred Hölzl Rezepte der Hildegard-von-Bingen mit auf seine Speisekarte genommen. Außer Ernährungsseminaren findet auch alle zwei Jahre der "Hildegard-Kongress" mit ca. 500 Gästen im Konzil statt. In der Hildegard-Küche, die auch in die normale Rezeptur Eingang gefunden hat, werden u.a. Dinkel, Wurzelgemüse und viele Kräuter verwendet.

Konzil Gaststätte
Konzil Konstanz
Hafenstraße 2
78462 Konstanz
Telefon: +49 (0)7531 / 2 12 21
eMail: mail@konzil-konstanz.de
http://www.konzil-konstanz.de/
Ruhetage: Kein Ruhetag, die Konzilgaststätte ist von 10.00 - 22.00 Uhr geöffnet.
Konzil Konstanz
Hafenstraße 2
78462 Konstanz
Telefon: +49 (0)7531 / 2 12 21
eMail: mail@konzil-konstanz.de
http://www.konzil-konstanz.de/
Ruhetage: Kein Ruhetag, die Konzilgaststätte ist von 10.00 - 22.00 Uhr geöffnet.





