Landgasthof zur Sonne (Emmingen-Liptingen)

Überlieferungen & Mythologie

Die Liptinger Nachtwächter

Im Jahre 1857 gab es im Dorf Liptingen zwei Nachtwächter. Das Nachtwächteramt wurde von der Gemeinde immer für ein Jahr vergeben und mit den Personen ein Dienstvertrag abgeschlossen. Sie waren verpflichtet, die Stunden in „ortsüblicher“ Weise auszurufen. Jede Stunde mussten sie ihren Vers am Rathaus und an 12 weiteren Stellen ertönen lassen.
(Der bekannteste nachtwächterliche Stundenruf ist wohl vom alemannischen Dichter Johann Peter Hebel, der auf einer Wanderung auch in Emmingen übernachtet hat:
Loset, was i euch will sage!
D'Glocke het Zwölfi gschlage.
Und wo no in der Mitternacht
e Gmüeth in Schmerz und Chummer wacht,
se geb der Gott e rüeihige Stund,
und mach di wieder froh und gsund!)

Außerdem musste ein Nachtwächter nicht nur die Stunden ausrufen, er musste auch auf Feuer aufpassen, für öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit sorgen. Dem Nachtwächter war auf seinen Rundgängen auch das „Feierabendbieten“ in den Gasthäusern übertragen.
Nach mündlicher Überlieferung sollen die Stundenrufe der Nachtwächter in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts aufgehört haben.


So dürfte auch der Nachtwächter in Liptingen ausgesehen haben. Fridingen liegt ca. 17 km von Liptingen entfernt an der Donau.


Landgasthof zur Sonne
Familie Andreas Bertsche
Emminger Straße 4
78576 Emmingen-Liptingen
Telefon: +49 (0)7465 / 9 11 03
Fax: +49 (0)7465 / 9 11 06
eMail: landgasthofzursonne@t-online.de
http://www.landgasthofzursonne.de

Ruhetage: Freitag

Historische Gasthäuser
                    und Gasthöfe in Baden