Hotel-Gasthaus Hirschen (Gaienhofen-Horn)

Rolle in der Geschichte

Ein wahrer Menschenfreund

Die wechselvolle und spannende Geschichte ist im Hausarchiv des Hirschen bestens dokumentiert. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg beherbergte das Haus auch die Poststation: wichtige Neuigkeiten kamen hier zuerst an. Der Hirschen galt als umtriebiger Treffpunkt und Zentrum des Ortes direkt neben der Kirche.

Auch August Rugglis Unbeugsamkeit gegen das Nazi-Regime lässt sich in den alten Dokumenten nachverfolgen. Von 1936 bis 1938 gewährte er dem auf der Höri geborenen, jüdischen Anwalt und Dichter Jacob Picard (1883-1967; siehe BILD unten) in einem Dachzimmer des Hirschen Sicherheit vor Verfolgung, bevor dieser über Russland, Korea und Japan nach Amerika fliehen konnte.

Und auch eine amtliche Strafverfügung von 1940 ist zu finden, in der Ruggli verpflichtet wird, 50 Reichsmark Strafe zu zahlen, weil er drei polnischen Zivilarbeitern Zutritt zum Lokal ermöglichte und ihnen 7 Viertel Rotwein ausschenkte.


Die Kirche von Horn und der "Hirschen" sind seit Jahrhunderten

gute Nachbarn - das Foto oben ist eine Rarität, bitte betrachten Sie es in der Vergrößerung (anklicken!)


Emil Rudolf Weiß war einer der Künstler, die im frühen 20. Jahrhundert die Höri "bevölkerten"; Bild-Quelle siehe Internet-Link unten

Jacob Picard, er wurde als "Dichter des deutschen Landjudentums" bezeichnet (Quelle s. Link "Forum-Allmende", unten - sehr informativ!). Oben sitzt Picard, vorne im Bild mit Pfeife, zum Nachmittagskaffee bei Erich Bloch am Bodensee (Bild: Forum-Allmende).

Vielleicht holten sich weitere Vertreter der "Höri - Künstlergeneration" des frühen 20. Jahrhunderts auch hier im "Hirschen" einige ihrer Inspirationen:
Hermann Hesse (1877-1962; siehe Kapitel WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN), Emil Rudolf Weiß (1875-1942; siehe Bild, oben) und der expressionistische Maler Otto Dix (1891-1969; siehe Kapitel WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN). Von Dix ist gar verbrieft, dass er lieber mit seinen Kunstwerken bezahlt hätte, anstatt mit barer Münze. Doch lehnte August Ruggli, so wird berichtet, mit den Worten ab: „I weiß it wie umme uffhänge.“ (Ich weiß nicht, wie herum ich sie aufhängen soll).

Ein ganzes Filmteam, an der Spitze Fritz Wepper, drehte 2003 im Hirschen Szenen für den „Gauner Gottes“. Und Hirschen-Wirt Karl Amann, als ein badisches Original, war sogar in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.

Weitere Informationen zu diesen Themen im Internet


Hotel-Gasthaus Hirschen
Familie Amann
Kirchgasse 1
78343 Gaienhofen-Horn
Telefon: +49 (0)7735 / 93 38 01
Fax: +49 (0)7735 / 93 38 59
eMail: info@hotelhirschen-bodensee.de
http://www.hotelhirschen-bodensee.de

Ruhetage/Öffnungszeiten: kein Ruhetag

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