Gasthaus zum Kreuz (Freiburg-Kappel)

Rolle in der Geschichte

Reiche Erzvorkommen

Im Jahr 1755 wurde das „Kreuz“ erbaut und diente zunächst als Ratsstube (siehe: DAS GASTHAUS) für die durch den Bergbau reich gewordene Gemeinde Kappel.


Das Bergwerk Kappel um 1900

Bergmannsheim der "Erzbergwerke Kappel" (ebenfalls ca. 1900)


Das Kruzifix vor dem Gasthaus trägt die Jahreszahl 1688. Das Wappen am Sockel zeigt je drei heraldische Lilien und liegende Halbmonde, was auf den Orden der Eremiten des Heiligen Wilhelm (kurz: Wilhelmiten) als damalige Herren des Klosters Oberried weist.

Siegel *** des Benediktinerpriorats St. Blasien. Kloster Oberried ging später an die Benediktiner über - das Siegel zeigt schön den steigenden St. Blasischen Hirsch sowie die Symbole der Wilhelmiten.

Das Dorf entstand vermutlich im 11. Jahrhundert nach ausgedehnten Rodungen. Vor allem durch den Bergbau (siehe Kapitel WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN), aber auch die guten land- und forstwirtschaftlichen Voraussetzungen, hatte Kappel eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung. Man benötigte angemessene Räumlichkeit für Beratungen, Versammlungen und Unterbringung der "Geschäftsreisenden".

Nachdem Kappel 1758 sein eigenes Rathaus erstellte, blieb das "Kreuz" als reine Taverne für Gäste und Reisende sowie als ein Treffpunkt verschiedener Gesellschaftsgruppen bestehen. Im 18. und 19. Jh. hielten im oberen "Saal" (heute "Bauernstüble"), Handwerker, Bauern und die Bergleute, die in großer zahl im Kappler Tal wohnten, ihre Treffen ab. Die Bevölkerung traf sich zu den Lebenskreis - Anlässen (Geburt, Hochzeit, Beerdigung) seit jeher sowieso im örtlichen Gasthaus. Ab dem 20. Jh. war das „Kreuz“ dann ein über Kappel hinaus bekanntes Speiselokal. Gerne kehrten hier die Bergwerksdirektoren und die gut betuchten Freiburger ein, die mit der Kutsche ins Kappeler Tal anreisten.

Das Kappler Tal teilt sich nach Süden hin in ein großes und kleines Tal. Genau dort, wo die beiden Täler, Großtal und Kleintal, sich vereinen, steht das Gasthaus Kreuz im Ortszentrum! Und nur wenige Meter entfernt von der Pfarrkirche / "Kappel" (Kapelle) St. Peter und Paul. =siehe auch Kapitel TIPPS UND TOUREN=

Diese Kirche hat in der Umgegend eine besondere Rolle. Dies mag nicht zuletzt damit zusammenhängen, dass sie zwischen dem Freiburger Münster und der Galluskirche in Kirchzarten die einzige Pfarrei im Dreisamtal war. Außerdem sind die Apostel Petrus und Paulus die Patrone der Kirche was sonst nur besonders bedeutenden Pfarrkirchen vorbehalten war. Man mag daraus auch auf die Bedeutung der einstigen Bergbau-Gemeinde schließen.
Durch den Silberbergbau, der den Klöstern hohen Erlös brachte, konnte letztlich das herrliche Freiburger Münster erbaut werden, wie dies dort ganz deutlich an den bunten Bleiglasfenstern "abgelesen" werden kann.

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Kappel im Tal oder auch Kapplertal hieß das Dorf bis zur Angliederung an die Stadt Freiburg (1974). Der Name weist auf die besondere Rolle der Kapelle bzw. Dorfkirche Peter und Paul hin.

Das alte Gemeindewappen hebt ebenfalls ausschließlich die Kapelle hervor - Bild: Stadt Freiburg.


Gasthaus zum Kreuz
Michael Hug
Großtalstr. 28
79117 Freiburg-Kappel
Telefon: +49 (0)761 / 62 05 50
Fax: +49 (0)761 / 6 20 55 40
eMail: Gasthaus.KreuzKappel@t-online.de
http://www.gasthaus-kreuz-kappel.de/

Ruhetage/Öffnungszeiten: Ruhetage Montag + Dienstag

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