Gasthof Schwanen (Buggingen-Seefelden)

Anekdoten & Überliefertes

Neun Viertele... aber "nix gespürt"

Weinselig
Als Badener weiß man (meistens) von der Wirkung des Rebensaftes und wie viel man davon verträgt. Einem Gast aus Norddeutschland fehlte hier wohl die nötige Erfahrung. Demonstrativ setzte er sich an den Stammtisch, um ein Viertele nach dem anderen zu leeren und sich nach einiger Zeit lauthals zu beschweren "ich spüre überhaupt nichts vom Wein". Kurz darauf sank er nach dem neunten Viertele unter den Tisch und musste die Treppe hinauf in sein Zimmer getragen werden.

Kein Ettikettenschwindel
Schon immer wusste man im "Schwanen" zu genießen, wie eine Rechnung vom 22. November 1900 an den Oberleutnant Klaus aus Lörrach zeigt. Immerhin wurden beim damaligen Herrenabend drei Pfund Caviar zu 15 Flaschen des Nobel-Champagners "Sportsman" verzehrt.
Fast 100 Jahre später bekommt Markus Eckerlin große Augen, als er auf der Weinmesse in Basel einen Stand entdeckt, der "Sportsman" für 11,50 Schweizer Franken anbietet. Der exklusive Champagner für einen Schnäppchenpreis? Wie kann das angehen? Für Aufklärung sorgt ein Gespräch unter Fachleuten. Früher durfte sich auch ein Champagner von der Loire als solcher bezeichnen. Nachdem der Name geschützt ist, gilt er ausschließlich für Gewächse der Champagne. Der edle Genuss von der Loire wurde zum Sekt "degradiert" und erklärt den günstigen Preis. Den kreativen Markus Eckerlin brachte die Neuentdeckung den "Sportsman" auf eine pfiffige Idee. So kam es, dass in Reminiszenz an das Jahr 1897 beim 100-jährigen Familienjubiläum im "Schwanen" das prickelnde Nass mit dem Sportsman-Etikett wie früher kredenzt werden konnte.


Signé auf Schwanen-Produkten

Rechnung an den Oberleutnant Klaus aus Lörrach

Für weiteren Gesprächsstoff und Amüsement sorgten auch die neuen, extra zum Jubiläum entworfenen Etiketten. Alle Augen sind während einer Rede bewundernd auf die frisch etikettierten Weinflaschen gerichtet, als die Farben verschwimmen wie bei einem weich gezeichneten Aquarell. Und das liegt nicht am Alkohol, sondern am Temperaturunterschied zwischen Kühlschrank und warmer Stube. Das vom Kunstmaler Paul Klahn aus Dogern geschaffene Signet ist inzwischen zum Markenzeichen für die guten Tropfen geworden.

Ein Zwilling kommt selten allein
Ein italienisches Ehepaar machte auf der Heimreise Halt im "Schwanen". Zum Abendessen nahmen sie zusammen mit ihrem Sohn in der Gaststube Platz. Es war ein sehr unruhiges Kind. Immer wieder stand es auf und verließ die Stube, um kurz danach wiederzukommen. Man empfand schon fast Mitleid mit den "armen" Eltern, als sich auch beim Frühstück die gleiche "Nervosität" beim Junior bemerken ließ. Bei der Abreise dann die große Verwunderung. Der Junge stieg ins Auto ein und stand gleichzeitig 200 Meter weiter an der Straße. Wie das? Es waren Zwillinge! Wohl um Übernachtungskosten zu sparen, waren sie abends und morgens abwechselnd zum Essen an den Tisch gekommen.

Rotwein aus eigenem Anbau

Weinreben


Gasthof Schwanen
Familie Eckerlin
Weingartenstraße 1
79426 Buggingen-Seefelden
Telefon: +49 (0)7634 / 20 18
Fax: +49 (0)7634 / 18 58
eMail: gasthofschwanen@t-online.de
http://www.gasthofschwanen.de

Ruhetage/Öffnungszeiten: Dienstag

Empfehlen Sie uns ...  
Historische Gasthäuser
                    und Weingüter in Baden