Landgasthof Hotel Rebstock (Weil am Rhein)

Rolle in der Geschichte

Der "Rebstock" war Gerichts- und Gemeindestube


Beim "alten Rebstock" stand auf der Hauswand noch das Datum der Ersterwähnung: A.D. 1597 (unter der oberen Fensterreihe).

Diese interessante Aufnahme mit der "Rebstock - Belegschaft" müsste aus den 1930er Jahren stammen.


In den 1960er Jahren wurde überwiegend "gejasst" (zweiter von links: Ernst Biechele).

In dieser Aufnahme von 1979 ist Peter Biechele als junger Wirt zu sehen (auf der Treppe rechts).

In einem Kaufvertrag vom 17. Juli 767 zwischen dem Grafen Chrothardt und dem Kloster St. Denis wird Haltingen erstmals urkundlich erwähnt und kann im Jahr 2017 stolz 1250 nachgewiesene Jahre vorlegen. Bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts war die Gemeindestube, kurz „Stube“ genannt, die einzige „Taferne“ in Haltingen, sie taucht 1505 in den Urkunden auf. Wobei es sich natürlich nicht um irgendeine „Buureknülle“ handelte, denn hier tagten schließlich das Dorfgericht und die Bürgerversammlung. Daher lagen auf dem Hause auch umfangreiche, von der Herrschaft verliehene, Bewirtungs- und Besitzrechte.

Während des 16. und 17. Jahrhunderts gab es naturgemäß eine ganze Reihe an Besitzerwechseln. Eine Übersicht zur Wirtefolge wird hier in Kürze als Download angeboten. Übrigens begann auch der spätere erste Wirt des ebenfalls sehr traditionsreichen "Hirschen", Simon Gütlin, im Jahr 1734 zunächst als Stubenwirt.
Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war die "Stube" baufällig und eine "Lotterfalle" geworden. Das Bezirksamt drängte die Gemeinde zu Instandsetzung oder Verkauf. 1822 wurde die Versteigerung angeordnet, aber erst 1840 ersteigerte Johann Friedrich Sturm aus Höllstein das Wirtshaus und gab ihm den Namen "Rebstock" (die Gemeinde erbaute kurz darauf ein eigenständiges Rathaus). 1882 verkaufte Albert Sturm (Sohn des Joh. Friedrich) das Anwesen an Jakob Friedrich Berger. Nach dessen Tod führte seit 1989 seine Witwe Maria Barbara Berger-Hagin das Gasthaus. Sohn Albert beerbte seine Mutter, verunglückte jedoch 1926 tödlich, worauf wiederum die Witwe (Frieda Berger-Hütter den Gastronomiebetrieb weiter führte und ab 1938 an den Metzgermeister Ernst Biechele (Vater des heutigen Inhabers) verpachtete.

Von der alten "Stube" hat der Artilleriebeschuß des zweiten Kriegsjahres,1940, leider nur noch wenig Originalsubstanz übrig gelassen. Der "Rebstock" wurde 1952 wiedereröffnet. Zuvor wurde sogar kurzfristig in den Notunterkünften der "Barackensiedlung" gewirtet (siehe Download Peter Biechele erzählt im Kapitel "Die Wirtsleute").

Als Ernst Biechele das Gasthaus aus gesundheitlichen Gründen in den 1960er Jahren verpachtete (Peter musste noch die für eine gehobene Küche wichtigen "Auslandsjahre" absolvieren) war Jean Sandri Pächter.

Interessant: Diese "Quittung" auf der Rückseite einer Ansichtskarte wurde von Sandri zwischen 1968 (Einführung der Mehrwertsteuer) und 1971 (Übernahme des "Rebstock" durch Peter Biechele) ausgestellt.

Weitere Informationen zu diesen Themen im Internet


Landgasthof Hotel Rebstock
Peter Biechele und Erika Graf
Große Gaß 30
79576 Weil am Rhein
Telefon: +49 (0)7621 / 96 49 60
Fax: +49 (0)7621 / 9 64 96 96
eMail: rebstock-haltingen@t-online.de
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